Sonntag, 5.09.2010
Aktuelles
Sie befinden sich hier: BROT UND SALZ

Ein Projekt zur Stärkung demokratischer und solidarischer LebensArt


"Nicht tatenlos sein, sondern handeln - nur dann können Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz eingedämmt werden", sagten sich die Mitglieder des Kulturkreises und riefen 2001 "Brot und Salz - für solidarische und demokratische LebensArt" mit Unterstützung des Bundesprogramms Civitas ins Leben.
 
Seitdem wurde mit Aktionen, vielen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und Projekten versucht, diesem Vorsatz Rechnung zu tragen und Verbündete für diese wichtige kulturelle Angelegenheit zu gewinnen.
 
"Brot und Salz" arbeitet stellvertretend für den Kulturkreis eng mit dem Bündnis Nordbahngemeinden mit Courage zusammen und sucht engagierte und couragierte Kultur- und Kunstinteressierte als Unterstützerinnen und Unterstützer für dieses wichtige Anliegen.
 
Der Name unseres Projektes "Brot und Salz" steht symbolisch für den Respekt gegenüber dem Fremden, für Gastfreundschaft, Weltoffenheit und Solidarität.

Mit diesem Projekt, das wir als Antwort auf Menschenverachtung und rassistische Gewalttaten in unserem Land ins Leben gerufen haben, wollen wir zur Stärkung demokratischer und solidarischer Verhältnisse in unserem Umfeld mittels vielfältiger kultureller Aktivitäten beitragen.

In diesem Sinne haben wir Veranstaltungen durchgeführt, die bereits Unterstützung des CIVITAS-Programms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fanden:

Insgesamt vier Interkulturelle Wasserwerk-Begegnungen -Feste für die ganze Familie, die in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum unter dem Motto "Cool sein - fair bleiben" (2001), "Colorissimo" (2002), "Mut statt Wut" (2003) und "Hand in Hand" (2004) durchgeführt wurden sowie die Filmtage "Blickwechsel", zählen zu den Erfindungen des Kulturkreises und seines Civitas-Projektes "Brot und Salz". Unvergesslich wird vielen der annähernd 200 Gästen in der Stadthalle der Vortrag von Adolf Burger, einem Überlebenden der Fälscherwerkstatt im KZ-Sachsenhausen, geblieben sein. Mit der Fragebogenaktion für mehr Zivilcourage "Gegen die Angst, allein dazustehen", der gemeinsam mit einem Kunstkurs des Marie-Curie-Gymnasiums und der Hohen Neuendorfer Künstlerin Cornelia Schlemmer gestalteten Ausstellung "Jung, alt, anders", warben wir für Generationen übergreifenden Gedankenaustausch und den Abbau von Vorurteilen.
 
"Brot und Salz" erfand 2001 die Zukunftswerkstatt, einen runden Tisch derjenigen, die Verantwortung in der Auseinandersetzung mit rechtsextremer Gesinnung übernehmen wollten und den Erfahrungsaustausch suchten.
 
Das Erinnern an jüdische Einwohner und das Erforschen ihrer Biografie wurde seit 2001 mit Unterstützung von "Brot und Salz" zu einem Schwerpunkt der Arbeit im Geschichtskreis. Albert Gottheiner, Ernst Feibusch, Evy Woods oder Dr. Hugo Rosenthal sind nur einige Beispiele für Persönlichkeiten, die in den Mittelpunkt von Recherchen gerückt wurden.
Mehrere Jahre unterstützte "Brot und Salz" Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren bei der Erarbeitung eines Musicals, das sich mit Vorurteilen gegenüber Ausländern und der Diskriminierung von Minderheiten auseinandersetzt. Die Zusammenarbeit mit der Kreuzberger Band "Die bösen MädCHEn", deren CD "Ausländer" die Grundlage des Musicals bildete, war wichtiger Impulsgeber für das Engagement aller Beteiligten. Die Produktion von 2 Kurzfilmen mit der Jugend AG INTAKTO im Rahmen des Programms "Zeitensprünge" der Stiftung demokratische Jugend und des Landesjugendringes Brandenburg, zählten zu den jüngsten Projekten. Hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit dem Geschichtskreis unseres Vereins bei der Gestaltung eines Kurzfilms über Emigration und Wiederbegegnung nach über 70 Jahren in Hohen Neuendorf während der Fußballweltmeisterschaften. Die Erkundung jüdischer Schicksale fand mit diesem Film der Jugend AG eine neue Dimension der Darstellung.
 
Wir wollen dazu beitragen, dass schmerzvolle Erfahrungen nicht in Vergessenheit geraten. Denn sehr schnell kann eine von Egoismus, rassistischen Vorurteilen, Hass und Gewalt geprägte Gesellschaft in diktatorischen Verhältnissen ihren widerwärtigsten Ausdruck finden. Dort gibt es keine Freiheit für die Entfaltung demokratischer Kultur, also auch keine Freiheit des Einzelnen.

Wir wollen in unserer von neoliberaler Globalisierung und wachsender Ungerechtigkeit geprägten Welt von heute deutlich machen, dass Millionen Menschen durch Armut, Krankheiten, Umweltzerstörung, Krieg und Vertreibung, durch Arbeitslosigkeit jeglicher Perspektive beraubt werden.


Wir hoffen auf viele Interessenten und auf Beteiligung aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens.
 
AnsprechpartnerInnen sind
Hiram Villalobos: 03303 - 21 85 89
und Angelika Stobinski: 03303 - 50 05 77
Topthemen, Aktuelles, Programm
Sonnabend, 18. September, 8 Uhr
Die jährliche Busfahrt führt diesmal am nach Neuruppin.

Topthemen
Der Kulturkreis will im Jahr 2010 eine neue Konzertreihe ins Leben rufen. Mit Konzerten bekannter...

Topthemen, Programm
Lesung und Zeitzeugenbericht
Kulturkreis und Nordbahngemeinden mit Courage auf Spurensuche in...