
Hildegard Knies und das von ihr gerettete jüdische Mädchen Evy Goldstein um 1949
Der Geschichtskreis im Kulturkreis Hohen Neuendorf lädt am 7. August 2010 zur altgewohnten Zeit um 10 Uhr zum nächsten Offenen Sonnabend in die Kultur- und Geschichtswerkstatt Karl-Marx-Straße 24 ein.
Diesmal wird diskutiert bezüglich der Erinnerungskultur in Hohen Neuendorf. Denn es sollte die Möglichkeit geben, auch weiterhin – wie das zum Beispiel bei der Straßenbenennung für den Architekten Albert Gottheiner und bei der Namensgebung der Schule zur Ehrung des Arztes Dr. Hugo Rosenthal war, im breiten Konsens im öffentlichen Raum an Menschen zu erinnern, deren Verdienste weithin anerkannt und unzweifelhaft sind. Überfällig seit vielen Jahren ist die öffentliche Erinnerung an Hildegard Knies. Sie rettete und versteckte Juden während der Nazidiktatur, wie etwa das kleine Mädchen Evy Goldstein. Sie leitete in Hohen Neuendorf die Einrichtung von Kinder-Tagesheimen, von denen bereits am 9. Juli 1945 fünf mit insgesamt 64 Kindern eröffnet wurden. Hildegard Knies organisierte die Auswahl, Säuberung und Einrichtung der Häuser, bildete Erzieherinnen aus, beschaffte Nahrungsmittel, sorgte für medizinische Betreuung, arbeitete mit den Eltern, leitete die Heime.
Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende wird gebeten.